Die Quacksalber von Quedlinburg

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Eines der Lieblingsspiele meiner Kinder ist „Die Quacksalber von Quedlinburg“. Jeder Spieler braut hier einen Zaubertrank und versucht, das Maximum an Zutaten hineinzurühren, ohne dass der Kessel explodiert. Das passiert nämlich, wenn man zu viele Knallerbsen in den Trank wirft. Und da man die Zutaten Stück für Stück zufällig aus einem Beutel zieht, muss man genau abwägen, ob man noch einmal hinein greift, um eine weitere Zutat hinzuzufügen. Denn auch nur eine Knallerbse zu viel bedeutet für die aktuelle Spielrunde den Verlust wichtiger Boni (Siegpunkte oder Einkaufswert für weitere Zutaten). Doch zum Glück gibt es auch einen Zaubertrank, der eine Knallerbse wieder aus dem Trank entfernt…

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Sieben verschiedene Zutaten stehen zur Verfügung – jede mit ganz besonderen Eigenschaften, die vor Spielbeginn zufällig ausgelost werden. So ergeben sich jedes Mal andere Strategien und Synergieeffekte zwischen den einzelnen Zutaten. Das Spiel besteht aus 9 Runden und jede Runde besteht daraus, Zutaten blind aus dem eigenen Beutel zu ziehen und sie in den eigenen Kessel zu legen. Je mehr Zutaten man anlegen kann, ohne dass der Trank explodiert, umso mehr Siegpunkte gibt es für die aktuelle Runde und um so mehr Geld hat man zur Verfpgung, um Zutaten für die nächste Runde zu kaufen. Höherwertige Zutaten (von den meisten Zutaten gibt es die Wertigkeiten 1, 2 und 4) bringen dich schneller voran, da sich der Kessel schneller füllt. Aber auch von den gefürchteten Knallerbsen gibt es Plättchen mit der Wertigkeit 3. Übersteigt die Summe der Knallerbsen die Summe von 7 ist der Trank explodiert – mit nicht zu unterschätzenden Konsequenzen.

Beschreibung des Spieleverlags: Jeder der bis zu vier mitspielenden Quacksalber kocht hier sein eigenes Süppchen. Zutat um Zutat wird hierfür aus dem eigenen, im Laufe des Spiels selbst zusammengestellten Vorratsbeutel gezogen. Doch Obacht: eine Prise zu viel von den Knallerbsen und die ganze Mischung ist verdorben. Da heißt es geschickt zur rechten Zeit aufhören und lieber nur ein kleineres Portiönchen kochen, um mit den hierfür gewonnenen Erträgen noch wertvollere Zutaten zu erwerben. Dann wird der nächste Trank sicher noch besser munden und viele wertvolle Siegpunkte einbringen.

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Das Spiel ist in kurzer Zeit erklärt und bietet viele Möglichkeiten, sich eine eigene Taktik zurüchtzulegen. Gerade durch die zufällig ausgewählten Eigenschaften ist nicht jede Runde gleich. Wer noch mehr Abwechslung und Taktik möchte, kann mit der Erweiterung „Die Kräuterhexen“ weitere Zutaten, weitere Eigenschaften und weitere Spieloptionen erwerben. Das SPiel hat seinen Titel als Kennerspiel des Jahres durchaus verdient und lässt sich bereits mit Kindern ab acht Jahren hervorragend spielen. Auf die Auswertung der Runden (Siegpunkte, Einkaufswert, Rubine) sollte aber ein Erwachsener ein Auge haben, man schnell mal was vergisst.

Eckdaten:

Spiel: „Die Quacksalber von Quedlinburg“ von Wolfgang Warsch (Schmidt Spiele)

Spieler: 2-4 Spieler ab 10 Jahre (Community-Meinung: ab 8 Jahren spielbar, am besten zu viert)

Spieldauer: 45 min.

Anspruch: leicht

Preis: ca. 26 €

Timo

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