
Wir befinden uns im Jahr 1923 in New York City. Es ist die Zeit der Prohibition. Jeder Spieler hat die Aufgabe den erfolgreichsten Club der Stadt aufzubauen. Und das ist gar nicht so leicht, denn um erfolgreich zu sein, benötigt man: Geld, eine gute Show, prominente Gäste und … natürlich Alkohol. Das weckt den Neid der anderen Clubs. Aber mit ausreichend krimineller Energie lässt sich die Konkurrenz schon ein wenig auf Abstand halten – aber das ist auf Dauer schlecht für die Anzahl der Siegpunkte. Und um als Erster in der Stadt in jeder Runde Zugriff auf die attraktiven Optionen (= Kartenauslage) zu erhalten, muss man gleichzeitig dafür sorgen, dass man auf der Initiative-Leiste (Auto Symbol) vorne steht. Berühmte Gäste muss man jedoch mit erreichten Punktwerten auf der Einfluss-Leiste (Megafon) bezahlen, um sie in den eigenen Club zu locken. Und diese Leute haben Ansprüche.
Jeder hat in seinem Club 3 „Geschäftspartner“, die er jede Runde platzieren kann, um sich in den 4 Reihen der Kartenauslage entsprechende Personen, Spirituosen, Verbesserungen oder „Dienstleistungen“ zu sichern oder sich alternativ Geld zu „leihen“ bzw. zukünftige Ereignisse schon mal in Augenschein zu nehmen.

Die ausliegenden Karten kosten natürlich fast alle Geld und es bestehen auch Voraussetzungen (z.B. die Anzahl von Waffen), die der Club erfüllen muss, um sie überhaupt erhalten zu können. Je nach dem, was man sich da „sichert“, werden die Marker auf 4 Leisten verschoben: Kriminalität (Risiko), Initiative (Startspielerreihenfolge), Einfluss (wird für Prominente benötigt) oder Ansehen (Siegpunkte).
Die erworbenen Karten haben häufig Soforteffekte (auf den Leisten) und werden anschließend seitlich am Club-Board untergeschoben, so dass man nur noch die erworbene Verbesserungs-Symbole sieht. Diese bestimmen welche dem Club nun zur Verfügung stehen. Manche Karte werden verdeckt platziert, weil sie nur für die Endwertung von Bedeutung sind. Am Ende jeder Runde bringen einem z.B. die Dollar-Symbole entsprechendes Einkommen.

Aber Achtung: Vor der Partie erhält jeder Spieler 5 Wertungs- bzw. Ereigniskarten aus denen man sich 3 aussuchen kann. Aus den restlichen Karten werden verdeckt 5 Karten gezogen, die zum einen als Rundenzähler dienen und zum anderen als Sofortereignis bzw. -wertung Auswirkungen haben. Am Ende einer jeden Runde wird nämlich die oberste Karte dieses Stapels aufgedeckt und abgehandelt. Aber zuvor kann jeder Spieler noch entscheiden, ob er eine (!) seiner zuvor gewählten Karten mit in die Wertung der Runde werfen möchte. Die auf den Karten gezeigten Ereignisse oder Wertungen betreffen dann immer alle Spieler gleichermaßen. Das kann einen Club mächtig nach vorne bringen oder aber auch ganz bitter in seinen nächsten Aktionen zurückwerfen.

Welchen Weg man mit seinem Club (und den gewählten Karten) einschlägt, ist jedem selbst überlassen. Viele Weg führen zum Erfolg.
Fazit
Ein kurzweiliges Spiel, das schnell erklärt und erlernt werden kann. Man spielt es am besten zu Dritt oder zu Viert (es gibt aber auch eine 2-Spieler Variante mit einem dritten Spieler als Automa). Die Schachtel ist wirklich klein und passt in jeden Koffer. Das Spielprinzip verstehen zwar auch ältere Kinder, wobei aber das Thema (Mafia, Alkohol etc.) nicht wirklich kindgerecht ist.
Es ist ein kurzweiliges Spiel, dass man leicht auf den Tisch bekommt. Kurze Vorbereitungszeit, schnelle Regelerklärung, Spätestens nach 2 Runden hat man alle Abläufe verinnerlicht und der Spielablauf nimmt Fahrt auf.
Das Spiel kann man für unter 30 Euro bekommen. Es gehört zu der „Jahrhundert Reihe“ des Biberstein Verlags und ist seit 2025 auch endlich in einer deutsche Version erhältlich.
- Autor: Pau Carles
- Design: Pedro Soto
- Verlag: englisch: Looping Games
deutsche: Bieberstein Spiele - Erscheinungsjahr: 2021 / deutsche Version 2025
- Kategorie: einfaches Kennerspiel
- Spieleranzahl: 2 – 4
- Spieldauer: 45 – 60 min






